6 Monate, 1 Jahr oder 3 Jahre? Die Wahl der richtigen Laufzeit entscheidet über Rendite und Flexibilität. So finden Sie die passende Laufzeit.
Warum die Laufzeit so wichtig ist
Die Laufzeit ist nach dem Zinssatz der wichtigste Faktor bei der Festgeldanlage. Sie bestimmt, wie lange Ihr Kapital gebunden ist, und beeinflusst direkt die Höhe der Zinsen. Eine falsche Laufzeitwahl kann dazu führen, dass Sie entweder Rendite verschenken oder zu lange auf Ihr Geld verzichten müssen.
Kurze Laufzeiten (3–12 Monate)
Kurze Laufzeiten eignen sich, wenn Sie Ihr Geld nur vorübergehend parken möchten oder bald größere Ausgaben planen. Die Zinsen sind niedriger als bei langen Laufzeiten, aber Sie bleiben relativ flexibel. Besonders in Phasen steigender Zinsen kann es sinnvoll sein, zunächst kürzere Laufzeiten zu wählen und später zu besseren Konditionen neu anzulegen.
Mittlere Laufzeiten (1–3 Jahre)
Der "Sweet Spot" für die meisten Anleger: Mittlere Laufzeiten bieten spürbar höhere Zinsen als kurze Laufzeiten, ohne das Kapital zu lange zu binden. Ein bis zwei Jahre sind die beliebtesten Laufzeiten in Deutschland. Sie bieten ein gutes Verhältnis zwischen Rendite und Flexibilität.
Lange Laufzeiten (3–10 Jahre)
Lange Laufzeiten bieten die höchsten Zinsen, binden Ihr Kapital aber entsprechend lang. Sie eignen sich für Geld, das Sie definitiv nicht benötigen — etwa für einen Sparzweck in ferner Zukunft. Beachten Sie: Bei langen Laufzeiten ist das Zinsänderungsrisiko höher. Steigen die Marktzinsen, sind Sie an den alten Satz gebunden.
Die Festgeld-Leiter: Kluge Strategie für jede Marktlage
Bei der Festgeld-Leiter (auch Treppenstrategie genannt) verteilen Sie Ihr Kapital auf mehrere Festgeldanlagen mit unterschiedlichen Laufzeiten — zum Beispiel 1, 2 und 3 Jahre. So wird regelmäßig Kapital frei, das Sie zu aktuellen Konditionen neu anlegen können. Diese Strategie kombiniert höhere Durchschnittszinsen mit regelmäßiger Flexibilität.
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