Höhere Zinsen beim Festgeld oder maximale Flexibilität beim Tagesgeld? Wir vergleichen beide Anlageformen und zeigen, wann sich welche lohnt.
Festgeld vs. Tagesgeld im Überblick
Beide Anlageformen gelten als sicher und unterliegen der Einlagensicherung. Der wesentliche Unterschied: Beim Tagesgeld können Sie jederzeit auf Ihr Geld zugreifen, erhalten dafür aber einen niedrigeren und variablen Zinssatz. Beim Festgeld binden Sie Ihr Kapital für eine feste Laufzeit und erhalten dafür einen höheren, garantierten Zins.
Zinsen im Vergleich
Aktuell liegen die Festgeldzinsen je nach Laufzeit und Bank bei 2,5% bis 3,5% p.a. Tagesgeld bietet derzeit typischerweise 1,5% bis 2,5% p.a. — mit der Einschränkung, dass dieser Zinssatz jederzeit gesenkt werden kann. Bei längeren Laufzeiten (2–3 Jahre) ist der Zinsvorteil des Festgeldes besonders deutlich.
Flexibilität und Zugriff
Tagesgeld bietet maximale Flexibilität: Sie können jederzeit Ein- und Auszahlungen vornehmen. Beim Festgeld ist Ihr Kapital für die vereinbarte Laufzeit gebunden. Eine vorzeitige Kündigung ist in der Regel nicht vorgesehen oder mit erheblichen Zinsverlusten verbunden. Planen Sie also nur Kapital ein, das Sie in der Laufzeit nicht benötigen.
Die optimale Kombination
Erfahrene Anleger kombinieren oft beide Produkte: Ein Tagesgeldkonto als Notgroschen (3–6 Monatsgehälter) für unvorhergesehene Ausgaben. Das darüber hinausgehende Kapital wird in Festgeld mit verschiedenen Laufzeiten angelegt, um von den höheren Zinsen zu profitieren und regelmäßig frei werdendes Kapital zu haben.
Empfehlung: Wann Sie welche Anlage wählen sollten
Wählen Sie Tagesgeld, wenn Sie kurzfristig auf das Geld zugreifen müssen oder noch keine feste Anlagestrategie haben. Wählen Sie Festgeld, wenn Sie einen definierten Betrag für eine bekannte Zeitspanne anlegen können und von garantierten, höheren Zinsen profitieren möchten. Ideal: eine Kombination aus beidem.
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